SÜSSES

Avocadotorte

Bevor ich zum köstlichen Rezept der Avocadotorte komme, muss ich vorab endlich ein eher ungemütlicheres Thema ansprechen. Wobei … für mich ist es nicht mehr ungemütlich, denn ich lebe seit mittlerweile über 4 Jahren damit. Für viele Menschen ist es jedoch nach wie vor ein Tabuthema, Wutthema, Augenverdreh-Thema … pflanzliche bzw. vegane Ernährung.
Warum also vegan leben? Warum die Komfortzone verlassen, wo wir doch im Überfluss leben? Warum sich in Verzicht üben und einschränken, wo wir doch alles haben und essen können?

Meine beste Freundin im Gymnasium war Vegetarierin und ich habe damals nie verstanden warum, denn für mich als Kroatin kam Fleisch gleich als erste Mahlzeit nach dem Abstillen. Obwohl meine Mutter sehr auf unsere Ernährung geachtet hat, durfte ich alles und so viel ich wollte essen. Zu mir hat nie jemand gesagt „Iss nicht so viel Süßes“, „Iss weniger Fett“ oder „Iss nicht so viel“. Solche Sätze kenne ich nicht. Es wurde gegessen was auf den Tisch kam und es schmeckte mir auch immer, mehr habe ich darüber nicht nachgedacht. Im Nachbarshof meiner Oma in Kroatien habe ich zugesehen, wie Schweine geschlachtet werden, wie Hühner und Fische getötet und ausgenommen werden … also grundsätzlich wusste ich, wo das Essen herkam und für mich als Kind war es zwar kein schöner Anblick, aber zumindest wusste ich, dass das Schnitzel nicht aus dem Kühlregal entspringt, sondern vorher gelebt hat.

Wie es dazu gekommen ist, dass ich begonnen habe mich mit pflanzlicher Ernährung auseinanderzusetzen könnt ihr hier nachlesen.

Ich bin kein besserer Mensch, weil ich mich mit veganer Ernährung, Tierschutz, Gesundheit und Nachhaltigkeit auseinandersetze … obwohl mir viele Menschen das Gegenteil andichten wollen! 😉

Auch ich ernähre mich nicht 100%ig rein pflanzlich.
Ich weiß, dass jeder sein Möglichstes tut und sein Bestes gibt … für sich, seine Familie und seine Gesundheit.
Jeden Tag aufs Neue, versuche ich mir und meinem Körper mit frischem Essen, guten Gedanken, frischer Luft und Bewegung Gutes zu tun, denn niemand sorgt sich so sehr um dich wie du selbst! Nicht die Werbung, nicht die Lebensmittelindustrie und schon gar nicht die Ärzte … die verdienen nur an kranken Menschen!
Wenn man also gesund sein möchte, muss man sich dafür entscheiden. Auch ich fälle diese Entscheidung jeden Tag und manchmal fällt mir die Entscheidung beim besten Willen nicht leicht. Auch ich habe Tage an denen es mir alles andere als gut geht und ich mich nur unter meiner Decke vergraben möchte, aber solche Tage müssen die Ausnahme bleiben und dafür sorge ich jeden Tag in dem ich auf meinen Körper achte.

“ Tu‘ deinem Körper etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

Als Anstoß meine Gründe für eine pflanzliche Ernährung mit euch zu teilen habe ich am Wochenende bekommen, als ich eine tolle Sendung am 3sat mit Richard David Precht gesehen habe.
„Wem gehören die Tiere?“  Sehr sehenwert, wobei er für mich ohnehin ein genialer Philosoph unserer Zeit ist und seine Bücher liebe ich!
Wer sich erst in das Thema „Vegane Ernährung“ einlesen möchte, dem empfehle ich unbedingt
„Peace Food“ von Rüdiger Dahlke. Es ist leicht zu lesen und wer es anfängt zu lesen, wird es ganz schnell verschlingen. Das war mein Einstieg in das Thema und ich liebe es nach wie vor.

Hier also meine 5 Gründe:

Kuhmilch ist für das Kalb
Ich habe am eigenen Leib erfahren, welch eine Erleichterung es für den Körper ist, wenn man keine Milchprodukte mehr zu sich nimmt. Meine Akne ging weg, ich habe keine Allergien mehr, ich bin kaum mehr krank, habe keine Migräne mehr und fühle mich klarer im Kopf.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf der Erde, das noch im Erwachsenenalter Muttermilch zu sich nimmt und das auch noch von artfremden Lebewesen. Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie dauerschwanger sein und auch dann würde sie nicht so viel Milch geben wie in der Massentierhaltung üblich. Dafür bekommen die Kühe Hormone, was wieder zu Entzündungen führt, die mit Antibiotika behandelt werden müssen. Muttermilch und Kuhmilch haben eine einzige Aufgabe … das Kalb soll wachsen. Demnach besteht Milch aus Wachstums- und Schwangerschaftshormonen, Blut, Eiter und Antibiotika-Rückständen mit einem Genpool von tausenden Kühen pro Milchpackung. Das alles ist für den Menschen nichts außer krankheitsfördernd.

Wachstumshormon IGF-1
Der menschliche Organismus verfügt über ein Hormon mit der Bezeichnung IGF-1, was für „Insulin-like Growth Factor 1“ steht. Seine natürliche Aufgabe ist es, gesunde Zellen im Wachstum anzuregen und alte Zellen zu entsorgen. Durch den Konsum von tierischem Eiweiß fängt IGF-1 an, die Teilungsgeschwindigkeit von Zellen zu erhöhen und das Entsorgen alter Zellen zu behindern, was beides Krebs fördert. (The „China Study“, Kap. 8)

Diese Zellvermehrung ist beim Säugling wichtig und sinnvoll und der Abbau alter Zellen ist weniger bedeutsam. So wird zur Falle, was für Säuglinge durchaus Sinn macht. Wer abgestillt ist, sollte das akzeptieren und Muttermilch den Säuglingen überlassen. Alles andere ist Missbrauch, der sich rächt.

Osteoporose
Wenn es nach den Milchlobbys geht, müssten wir als Spitzenreiter der Milchkonsumenten alle feste und starke Knochen haben, denn seit Jahrzehnten befolgen wir deren Ratschlägen. Das genaue Gegenteil ist aber wahr und wir haben erhebliche Osteoporoseprobleme – genau deswegen.
Wie kaum ein anderes Produkt, erhöht tierisches Eiweiß den Säuregrad des Gewebes. Damit der Organismus diese Säure neutralisieren kann, nimmt er dafür das Kalzium aus den Knochen. Milch ist zwar ein guter Kalziumlieferant, aber ein noch besserer Kalziumräuber und die Bilanz ist in jedem Fall negativ. Milch richtet also deutlich mehr Schaden an, als sie Nutzen bringt.

„China Study“
In dieser Studie geht es kurz gesagt, um den Zusammenhang von tierischem Eiweiß und den westlichen Zivilisationskrankheiten, die die meisten Menschen als normal und altersbedingt ansehen. 
Anfang der 70er-Jahre wurde in China der Krebs-Atlas veröffentlicht. Auf dieser konnte man sehen, wo welche Krebsarten auftraten und dass in manchen Regionen Krebs viel weniger auftrat als in anderen. Daraus entwickelte sich die größte Humanstudie der Welt.

Es ergab sich, dass die Krankheiten nach Wohlstand der Einwohner aufgeteilt waren. In wohlhabenderen Gegenden, in denen eine westliche Ernährung mit viel tierischem Protein auf dem Speiseplan stand, traten die gleichen Krankheiten, die auch bei uns die häufigsten Todesursachen sind. (Krebs, Diabetes, Herzerkrankungen)
In den ärmeren Gegenden traten diese Krankheiten nicht auf, stattdessen solche, die durch mangelnde Hygiene und Mangelernährung verursacht werden. (Magen- Darmerkrankungen, Tuberkulose) In den armen Gegenden aßen die Menschen natürliche pflanzliche Lebensmittel, wie Brot und Reis, weil tierische Nahrungsmittel sehr teuer sind. 
Colin Campbell und sein Team führten unzählige Studien durch, die wiederum doppelt geprüft wurden, bevor die China Study veröffentlich wurde. 
Er konnte das Krebswachstum „wie mit einem Lichtschalter an- und ausschalten“ indem er den Anteil des tierischen Proteins in der Nahrung veränderte!

Ich liebe Tiere
… manchmal sogar mehr als die Menschen. Sie sind sensibel, ehrlich, immer gut gelaunt und wir können so wahnsinnig viel von ihnen lernen. Ich bin jedes mal völlig aus dem Häuschen wenn ich in der Nähe von Tieren bin und möchte sie am liebsten ständig um mich haben. Egal ob Hunde, Schweine oder Kühe.

Es gibt keine humane Tötung von Tieren, auch wenn sie vorher betäubt, auf dem Feld überraschend geschossen oder zu Lebzeiten liebevoll großgezogen werden. Egal wie wir es drehen und wenden, wir merken schon, dass das was wir tun nicht in Ordnung ist. 

Wenn man sich über viele Jahre mit diesem Thema auseinandersetzt und beschäftigt, kommen ständig neue Gründe dazu, aber die oben genannten, sind MEINE einleuchtendsten Gründe. Außer mir muss niemand damit einverstanden sein. Es soll eine Anregung und ein Informationsangebot für andere sein. Angebote kann man annehmen, muss man aber nicht. Hier noch eine Interessante Grafik von Animal Rights Watch.

Avocadotorte

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Portionen: Springform 18 cm

Zutaten

  • Boden:
  • 200 g Haferflocken
  • 70 g Kokosöl
  • 40 g Kokosblütensirup oder Agavendicksaft
  • Creme:
  • 2 Avocados (netto 160-170 g)
  • 200 g Cashewmus
  • 100 g Kokosöl
  • 50 g Kokosblütensirup oder Agavendicksaft
  • Saft von 1 Limette oder Zitrone
  • Erdbeeren zum Belegen

Zubereitung

1

Springform mit Backpapier auslegen.

2

Haferflocken in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie etwas Farbe bekommen.

3

Haferflocken in einer Küchenmaschine grob mahlen. Kokosöl, Kokosblütensirup und gemahlenen Haferflocken in einer Schüssel gut vermengen. Den Boden und Rand der Springform mit dem Boden auslegen und in den Kühlschrank stellen.

4

Avocados schälen und den Kern entfernen. Alle Zutaten für die Creme in einem Mixer oder mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. 80-100 ml Wasser dazugeben und kurz weitermixen.

5

Die Creme in der Springform verteilen und im Kühlschrank über Nacht oder im Gefrierschrank ca. 2 Stunden abkühlen lassen.

6

Vor dem Servieren mit geschnittenen Erdbeeren belegen und danach im Kühlschrank aufbewahren.

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1 Kommentar

  • Reply
    Quinoa Bowl – Schnabula Rasa
    27. August 2017 at 11:18

    […] nachlesen möchte, warum ich mich entschieden habe, mich vegan zu ernähren, der kann das gerne hier machen… und eine leckere Avocadotorte […]

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