HAUPTGERICHTE

Gnocchi mit Kürbis-Steinpilzsauce

Ok, jetzt nochmal für alle! Ich liebe alles was mit Teig und Kohlenhydraten zu tun hat und alle Low Carb-Fans werden mich jetzt für komplett irre erklären. In Gerichten mit Teig, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Grieß, Linsen und Co. könnte ich mich regelrecht vergraben oder diese überhaupt ohne Beilagen essen. Ich bin jemand der lieber weniger Mahlzeiten am Tag isst oder eine Runde mehr laufen geht, um dann beim Essen in vollen Zügen genießen zu können. Ich halte nichts von Selbstgeißelung beim Essen und zum Glück habe ich eine natürliche “Bremse” eingebaut, die sich jedoch erst über die Jahre entwickelt hat. Im Zuge meiner Ernährungsumstellung vor 4 Jahren konnte ich feststellen, dass ich immer mehr ein natürliches Gefühl dafür entwickle, was mein Körper braucht uns was ich nicht in mich hineinstopfen möchte.
Zu Letzterem gehören vor allem fertige Süßigkeiten mit unglaublich viel Zucker, Fructose und Glucose, wie irgendwelche Zuckerl, Gummizeugs, Kekse …

Das sind alles Dinge, die ich überhaupt nicht esse und schon gar nicht kaufe. Nicht dass ich mir vorgenommen habe keinen Zucker zu essen, aber ich spüre einfach, dass das meinem Körper nicht gut tut und deshalb will ich es ganz einfach nicht. Vielmehr backe ich Süßspeisen selber und ersetze Zucker im Kaffee oder in Gerichten durch Kokosblütenzucker, Birkenzucker oder Erythrit. Leider haben die meisten Menschen heutzutage verlernt auf ihren Körper zu hören und zu spüren, was er im Moment braucht. Sobald man Lust auf etwas Süßes oder eine Nascherei zwischendurch verspürt, gibt man dieser im selben Augenblick nach und greift zur Süßigkeitenlade anstatt in sich hineinzuhören.

Ich höre so wahnsinnig oft den Satz “Du hast es ja leicht, du bist ja schlank!” Da muss ich leider sagen, dass das weder eine Laune der Natur, noch eine Selbstverständlichkeit ist. Auch ich musste über die Jahre lernen auf meinen Körper zu hören und seitdem habe ich weder Lust auf Zwischenmahlzeiten noch auf ständige Naschereien in der Süßigkeitenlade, wobei die Süßigkeitenlade bei uns zu Hause nur Nüsse, Knäckebrot und Chips enthält.
Ich liebe es mittlerweile sogar, mich so richtig hungrig an den Tisch zu setzen und zu essen. Durch diese ständigen Zwischenmahlzeiten hat man ja auch gar kein richtiges Hungergefühl mehr und das Essen schmeckt nur halb so gut – schrecklich! Wobei mein Mann über Zwischenmahlzeiten hin und wieder bestimmt glücklich wäre, denn manchmal ist der Hunger bei mir so groß, dass ich Dinge sage, die mir im Nachhinein leid tun. 😉 Gut, dass er mich mittlerweile kennt und wir beide darüber herzhaft lachen können. 

So nun bin ich lange genug abgeschweift … nun zu den Gnocchi, an denen man Italien richtig schmecken kann. Ende Mai waren wir einige Tage in Italien und es war ein richtiger Genuss. Auch wenn es vegan gesehen eher schwierig war, hab ich es sowas von genossen und konnte auch einige Kochinspirationen mit nach Hause nehmen.

Pizza, Pasta und Amore … hach … 

 

Gnocchi mit Kürbis-Steinpilzsauce

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Portionen: 6 Dauer: 90 Minuten

Zutaten

  • 1 kg mehlige Kartoffeln
  • 150 g glattes Dinkelmehl
  • + Mehl für die Arbeitsfläche
  • 100 g Dinkel- oder Weizengrieß
  • 250 g Hokkaido-Kürbis
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 400 ml Hafer- oder Reissahne
  • 20 g Pinienkerne
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL Paprikapulver
  • Kokosöl zum Braten
  • Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

1

Salzwasser zum Kochen bringen und die Kartoffel darin kochen, bis sie durch sind.

2

Die Steinpilze in eine Schüssel geben und mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen und zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen.

3

Den Kürbis entkernen, mit der Schale würfelig schneiden und beiseite stellen.

4

Die gekochten Kartoffel schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Masse auf einer bemehlten Arbeitsfläche verteilen, mit Mehl, Grieß und 1 TL Salz zu einer formbaren Masse verkneten und kühl rasten lassen.

5

Die Steinpilze abtropfen und das Wasser dabei in einer Schüssel auffangen. Die Pilze in grobe Stücke schneiden.

6

Kokosöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Kürbis und Steinpilze darin 5 Minuten auf starker Hitze anbraten. Pinienkerne und Rosmarin dazugeben und weiterbraten bis die Pinienkerne Farbe bekommen.

7

Die Masse mit der Sahne und dem aufgefangenen Wasser der Steinpilze ablöschen. Kurkuma, Paprikapulver, Salz und Pfeffer dazugeben.

8

Die Sauce mit dem Pürierstab grob pürieren, sodass noch Stückchen zu sehen sind. Auf kleiner Stufe leicht köcheln lassen, bis sich die Sauce noch etwas eindickt.

9

In einem großen Topf ausreichend viel Salzwasser aufkochen lassen.

10

Aus dem Kartoffelteig daumendicke Würste formen und mit dem Messer in Stücke schneiden. Die Gnocchi in das kochende Wasser geben, aufsteigen lassen und noch 2 Minuten ziehen lassen. Herausheben und abtropfen lassen.

11

Die Gnocchi mit der Kürbis-Steinpilzsauce servieren und schmecken lassen.

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